Meine Timeline auf Grafenwerth

Schnell vergessen ist ein Life-Event sobald sich der Alltag wieder eingespielt hat. Oft kosten sie Kraft und Ausdauer und es ist faszinierend, wie wir diese besonderen Lebenserfahrungen meistern. Die eigene Hochzeit, eine schwere Krankheit, die Geburt eines Kindes oder ein Todesfall in der Familie. Diese Ereignisse wurden bewältigt – ob positiver oder negativer Stress – alle Erfahrungen sind Ressourcen!

Als Systemiker begleite ich meine Klienten auf ihrer „Zeitreise“ zu den ganz persönlichen Energiereserven. Dazu nutze ich meine Timeline, die am Ufer des Rheins zu finden ist – auf Parkbänken.

Eine Besonderheit der systemischen Grundhaltung besteht in der Betrachtung der Entwicklungsgeschichte eines Menschen. Was war und wirkt aus der Vergangenheit in das heutige Verhalten hinein? Wir arbeiten die damals zum Einsatz gebrachten Lösungsansätze heraus und nutzen sie für die heutigen Herausforderungen. Wie ein Mediziner durch seine Anamnese, so prüfe ich mit meinen Klienten gemeinsam die Vorgeschichte. Allerdings und das ist in meinen Augen ein wesentlicher Unterschied werde ich in den Beratungseinheiten stets nach Ressourcen forschen! 

Wozu hat die damalige Krise sich als sinnvoll herausgestellt? Welche Kräfte und konkreten Umstände verhalfen meinem Klienten damals zur Lösung und wie können sie heute reaktiviert werden? Welche Menschen haben ihn damals unterstützt?

Beim r(H)einreden® arbeite ich mit den direkt am Rhein befindlichen Parkbänken. Von ihnen aus nutze ich den freien Blick auf den Strom.

Die Bänke stellen jeweils Meilensteine im Leben der Klienten dar und dabei ist die Entscheidung vom Klienten aus zu treffen – wieviel Zeit soll zwischen den Bänken vergehen? Der Rhein, als wunderbare Metapher für den Fluss der Zeit, setzt hier Kräfte frei. Flussaufwärts gehen wir in die Vergangenheit und mit dem Strom über die Gegenwart in die Zukunft. Meine Klienten nehmen dann in der jeweiligen Epoche Platz, ja sie setzen sich auch schon mal auf die Bank – gelegentlich legen sie sich auch darauf. Der Perspektivenwechsel ist hilfreich, wie ich auch in einer meiner Podcastfolgen noch beschreiben werde. Welche Erinnerungen aus der Vergangenheit bergen Kraft und Ressourcen? Natürlich muss man sich auf diese Methode einlassen können und auch wollen. Dann öffnen damalige Wünsche, Träume, Ziele und Werte evtl. im Heute neue Wege und Möglichkeiten. Wie soll in Zukunft mit den Herausforderungen umgegangen werden? Auch hier hilft die Methode. Wir gehen in die Zukunft, zu dem Zeitpunkt an dem die Herausforderungen überstanden sein werden und sammeln Impulse zur Unmsetzung im Sinne des Grundsatzes: Fake it until you make it! Ich nenne das dann gerne das Zielfoto des Klienten. Wie soll er in der Zukunft auf seine heutige Gegenwart als Vergangenheit zurückblicken?

Das Ergebnis ist dann Abstand zur Herausforderung, die als Problem empfunden wird. Mit diesem Abstand kann gemeinsam ein Fahrplan erstellt werden.

Zur Klärung offener Fragen stehe ich gerne zur Verfügung – einfach kurz über Twitter anschreiben.

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